Henry D. Thoreau: Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat

Fotografie von Thoreau in Schwarzweiß
Henry David Thoreau

Dieses Buch ist neben „Walden oder Leben in den Wäldern“ und seinen Tagebüchern das bedeutsamste und wirkungsreichste Werk von Henry David Thoreau. Das kleine Taschenbuch aus dem Diogenes-Verlag ist nachfolgend auszugsweise wiedergegeben, den Kauf kann ich nachdrücklich empfehlen. Aus dem Umschlagtext:

„Mahatma Ghandi verteilte die Schrift wie ein Lehrbuch unter seinen Schülern. […] Die Schrift, die Oppositionelle in aller Welt fasziniert, erhebt den Ungehorsam gegen den Staat zur Pflicht.“ (Der Spiegel)

„Thoreau macht deutlich: Gewaltloser Widerstand, das heißt nicht einfach Protest gegen staatliche Willkür; es heißt: Umlenkung der Staatsgewalt gegen den Staat selbst; es heißt: Anwendung des Judo-Prinzips in der Politik.“ (Walter E. Richartz)

Nachfolgend habe ich eine – rein subjektive und stark eingeschränkte – Auswahl von Zitaten aufgelistet, die vielleicht dem einen oder anderen Lust machen, das Büchlein selbst zu lesen.

Anfang 2013 machte sich David Adner die Mühe, das Buch zu übersetzen. Freundlicherweise stellt er diese hier für alle Interessierten zur Verfügung. Diese Übersetzung steht unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz.

Ausgewählte Zitate:

Ich habe mir den Wahlspruch zu eigen gemacht: „Die beste Regierung ist die, welche am wenigsten regiert“; …“Die beste Regierung ist die, welche gar nicht regiert“; und wenn die Menschen einmal reif dafür sein werden, wird dies die Form ihrer Regierungsein. (S. 7)

[…]

Die Mehrzahl der Menschen dient also dem Staat mit ihren Körpern nicht als Menschen, sondern als Maschinen. Sie bilden das stehende Heer und die Miliz, die Gefängniswärter, die Konstabler, Gendarmen etc. In den meisten Fällen bleibt kein Raum mehr für Urteil oder moralisches Gefühl. (S. 10)

Es gibt Tausende, die im Prinzip gegen Krieg und Sklaverei sind und die doch praktisch nichts unternehmen, um sie zu beseitigen; (…) Menschen, für die die Frage der Freiheit hinter der des Freihandels zurücktritt (…). Sie warten – wohlsituiert –, dass andere den Übelstand abstellen, damit sie nicht mehr daran Anstoß nehmen müssen. (S. 13)

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Herzlichen Dank für die freundliche Genehmigung, diesen Blogartikel rebloggen zu dürfen.
Quelle: kais-journal.de

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